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Elektroinstallation

Elektroinstallation im Altbau erneuern: Wann es Pflicht ist und was es kostet

Schraubsicherungen, Steckdosen ohne Schutzleiter, kein FI-Schalter: Hier lesen Sie, woran Sie veraltete Elektrik erkennen, wann der Bestandsschutz endet und mit welchen Kosten Sie für FI-Schutz, Zählerschrank und Hausanschluss rechnen sollten.
Dennis Meier und Kerem Türkyilmaz, Geschäftsführer von Elektro Solutions · ca. 7 Min. Lesezeit · Stand: November 2026
IN DIESEM RATGEBER

Die kurze Antwort vorab

Nicht automatisch. Für eine unveränderte Elektroanlage im Altbau gilt laut ADAC grundsätzlich keine Pflicht, sie an heutige Normen anzupassen. Das ändert sich, sobald Sie die Anlage erweitern oder umbauen, etwa mit neuen Steckdosen, einer Wallbox oder einer Photovoltaikanlage, oder wenn Sicherheitsmängel wie brüchige Isolierungen oder fehlende Schutzleiter vorliegen. Dann muss der betroffene Bereich nach aktueller Norm ausgeführt werden, inklusive FI-Schutzschalter. Die Initiative Elektro+ empfiehlt, jede Elektroinstallation spätestens ab einem Alter von 35 Jahren prüfen zu lassen. Eine komplette FI-Nachrüstung im Altbau kostet laut ADAC rund 800 bis 2.500 Euro, Arbeiten am Zählerschrank bis zu 2.000 Euro.
0 Jahre
Spätestens dann sollte die Elektrik geprüft werden
über 0 %
der Wohngebäude haben Leitungen, die älter als 35 Jahre sind
0 %
der untersuchten Gebäudebrände gehen auf Elektrizität zurück
ca. 0 %
der Haushalte brauchen für den Smart Meter einen Zählerschrank-Umbau
Quellen: Initiative Elektro+ „Sicherheit der Elektroinstallation in Wohngebäuden“ mit Zahlen einer ZVEI-Studie (abgerufen November 2026), IFS Brandursachenstatistik 2025 (Auswertung 2016 bis 2025, nicht repräsentativ für alle Brände), ADAC „Smart Meter“ (Stand 21.08.2026, Angabe der Messstellenbetreiber: etwa ein Viertel der Haushalte).

Woran erkennen Sie eine veraltete Elektroinstallation?

Kabel und Leitungen altern, Schalter und Steckdosen nutzen sich ab. Nach einer Studie des Elektroindustrieverbands ZVEI, die die Initiative Elektro+ zitiert, wurde in rund 34 Prozent der Eigenheime und etwa 47 Prozent der Mietbauten, die älter als 35 Jahre sind, noch nie elektrisch saniert. Gleichzeitig brauchen Wallbox, Wärmepumpe und Photovoltaik heute deutlich mehr Leistung als früher. Welche Arbeiten wir im Altbau übernehmen, sehen Sie in unserer Übersicht der Leistungen.
Elektriker von Elektro Solutions prüft einen Sicherungskasten mit dem Spannungsprüfer

Vier Warnzeichen, die Sie selbst erkennen können

Für eine erste Einschätzung reicht ein Blick in den Zählerschrank und auf Ihre Steckdosen. Öffnen Sie dabei keine Abdeckungen:

Schraubsicherungen

Stecken im Verteiler noch Schraubsicherungen, deutet das laut Initiative Elektro+ auf eine Installation aus der Zeit vor 1979 hin.

Kein oder nur ein FI-Schalter

Elektro+ rät zu mindestens zwei FI-Schutzschaltern, ein einziger für das ganze Haus ist laut ADAC nach heutiger Norm unzulässig. Mehr dazu im FI‒Ratgeber.

Zähler auf einer Tafel

Ist der Stromzähler noch auf einer Tafel statt in einem Zählerschrank befestigt, ist die Anlage laut Elektro+ mindestens 50 Jahre alt.

Steckdosen ohne Schutzleiter

Fehlende Schutzleiter, oft bei alten zweiadrigen Leitungen, nennt der ADAC als gravierenden Mangel. Ob das bei Ihnen zutrifft, zeigt nur eine Messung.
Keines dieser Zeichen ersetzt die Prüfung durch einen Elektrofachbetrieb. Eine erste Einschätzung für Ihr Haus gibt Ihnen der Altbau-Check direkt hier drunter.
Interaktiv

Altbau-Check: Sollte Ihre Elektrik geprüft werden?

Stellen Sie ein, wann Ihre Elektrik zuletzt erneuert wurde. Wissen Sie es nicht, nehmen Sie das Baujahr des Hauses. Kreuzen Sie dann an, was Sie bei sich sehen und was Sie vorhaben.

1975
Alter Ihrer Elektrik51 JahrePrüfung laut Initiative Elektro+ spätestens ab 35 Jahren

Was sehen Sie bei sich?

Was haben Sie vor?

Ihre Elektrik sollte geprüft werdenIhre Anlage ist 51 Jahre alt. Die Initiative Elektro+ empfiehlt eine Prüfung spätestens ab 35 Jahren, weil Leitungen altern und Schalter und Steckdosen verschleißen.

Quellen: Initiative Elektro+ (Prüfempfehlung ab 35 Jahren und Warnzeichen, abgerufen November 2026), ADAC „FI-Schalter fliegt raus“ (Stand 02.09.2026) und „Smart Meter“ (Stand 21.08.2026). Der Check ersetzt keine Messung vor Ort.

Bestandsschutz: Wann müssen Sie nachrüsten?

Für unveränderte Elektroanlagen in Altbauten besteht laut ADAC grundsätzlich keine automatische Anpassungspflicht. Der Bestandsschutz endet aber für den Bereich, den Sie wesentlich verändern, erweitern oder sanieren. Dort muss die Anlage nach der aktuellen Norm DIN VDE 0100-410 ausgeführt werden, inklusive FI-Schutzschalter.
Handeln müssen Sie laut ADAC bei neuen Steckdosen oder Leitungen, bei einer Nutzungsänderung mit Umbau und bei Sicherheitsmängeln wie brüchigen Isolierungen, fehlenden Schutzleitern oder akuter Brandgefahr. In Räumen mit Badewanne oder Dusche ist der FI-Schalter schon seit 1984 vorgeschrieben, für die feste Beleuchtung in Wohnungen seit 2018.
Modern aufgebauter Verteiler mit mehreren FI-Schutzschaltern

Was kostet die Modernisierung im Altbau?

  • FI-Schutz nachrüsten: Ein FI-Schalter kostet laut ADAC etwa 25 bis 150 Euro, der Einbau durch den Elektriker 150 bis 300 Euro. Für eine komplette Nachrüstung im Altbau mit Material, Prüfung und Dokumentation nennt der ADAC rund 800 bis 2.500 Euro.
  • Zählerschrank: Für Arbeiten am Zählerschrank können laut ADAC je nach Aufwand bis zu 2.000 Euro anfallen, die Kosten tragen die Eigentümer. Besonders betroffen sind Gebäude, die vor 1965 gebaut wurden.
  • Smart Meter als Auslöser: Wer eine Wallbox, Wärmepumpe oder einen Speicher mit mehr als 4,2 Kilowatt neu anschließt oder eine Photovoltaikanlage über 7 Kilowatt betreibt, bekommt laut ADAC ein intelligentes Messsystem. Dafür braucht der Zählerschrank Platz.
  • Hausanschluss verstärken: Ein üblicher Hausanschluss ist laut ADAC auf etwa 30 bis 43 Kilowatt ausgelegt. Reicht das nicht, kostet die Verstärkung meist 1.000 bis 3.000 Euro.
  • Komplette Neuverkabelung: Dafür gibt es keine neutrale Preisliste. Die Kosten hängen von Wohnfläche, Zustand der Wände und gewünschter Ausstattung ab, einen festen Preis nennen wir nach der Besichtigung.
Alle Preise oben stammen aus öffentlichen Quellen und dienen Ihnen zur Orientierung. Was die Modernisierung bei Ihrem Haus kostet, sehen wir uns vor Ort an und schicken Ihnen danach gern ein schriftliches Angebot.

Wie läuft die Modernisierung mit Elektro Solutions ab?

Vom ersten Termin bis zur geprüften Anlage sind es drei Schritte. Vorbereiten müssen Sie nichts, wir brauchen nur Zugang zu Zählerschrank und Verteiler.
1
Bestandsaufnahme mit Messung
Wir sehen uns Verteiler, Zählerschrank, Leitungen und Steckdosen an und messen, ob Schutzleiter und Isolation in Ordnung sind. Danach wissen Sie, was dringend ist und was warten kann.
2
Plan und Angebot
Sie bekommen einen schriftlichen Plan mit Preis. Auf Wunsch teilen wir die Arbeiten in Abschnitte auf, zum Beispiel erst Zählerschrank und Verteiler, später einzelne Etagen.
3
Umsetzung und Prüfprotokoll
Wir erneuern die Anlage nach aktueller Norm, stimmen Änderungen am Zählerplatz mit dem Netzbetreiber ab und übergeben Ihnen ein Prüfprotokoll.
Sie planen eine Wallbox oder eine Solaranlage? Dann lohnt es sich, Zählerschrank und Verteiler gleich mitzuplanen, mehr dazu in unseren Ratgebern zu den Wallbox‒Kosten und zu Photovoltaik mit Speicher. Wir sind im ganzen Zollernalbkreis unterwegs, etwa als Elektriker in Balingen, in Albstadt und in Bisingen.

Starten Sie jetzt Ihr Projekt mit uns schnell, zuverlässig & persönlich.

Ob neue Elektroinstallation, Modernisierung oder Solaranlage: Wir sind die Elektriker in Balingen, auf die Sie sich wirklich verlassen können. Mit über 100 erfolgreich umgesetzten Projekten, echter Leidenschaft fürs Handwerk und direktem Draht zum Kunden bringen wir Ihr Vorhaben sicher ans Ziel.
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Häufige Fragen zur Elektrik im Altbau

Die fünf Fragen, die uns zu alten Elektroanlagen am häufigsten gestellt werden.

Muss ich die Elektrik im Altbau erneuern lassen?

Wie alt darf eine Elektroinstallation sein?

Brauche ich für Wallbox oder Photovoltaik einen neuen Zählerschrank?

Was kostet es, einen FI-Schalter nachzurüsten?

Kann ich die Elektrik schrittweise erneuern lassen?

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